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Alte Bleirohre in Leverkusen erkennen und sanieren

Aktualisiert am 06.09.2026 · Rohrreinigung Leverkusen

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Kurzantwort: Bleirohre sind silbergrau, weich und leicht zu kratzen. Sie wurden bis in die 1970er Jahre verbaut und können Blei ins Trinkwasser abgeben. Sobald Sie Bleirohre entdecken, sollten Sie das Trinkwasser nicht ungefiltert trinken und schnellstmöglich einen Fachbetrieb mit dem Austausch beauftragen.

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Warum sind Bleirohre gefährlich?

Blei ist ein giftiges Schwermetall, das sich bei längerem Kontakt mit Wasser aus den Rohren löst. Besonders weiche und leicht säurehaltige Wässer lösen Blei stärker heraus. Kinder und Schwangere reagieren besonders empfindlich auf Bleibelastungen. Schon geringe Konzentrationen können die geistige Entwicklung von Kindern beeinträchtigen. Der gesetzliche Grenzwert für Blei im Trinkwasser beträgt 10 Mikrogramm pro Liter.

Woran erkenne ich Bleirohre?

Bleirohre lassen sich mit einigen einfachen Tests identifizieren:

  • Farbe: Freiliegende Bleirohre sind mattsilbergrau bis bleigrau. Im Laufe der Zeit oxidieren sie und werden dunkler.
  • Weichheit: Kratzen Sie mit einem Schlüssel oder einem Messer über das Rohr. Blei ist sehr weich und hinterlässt sofort einen glänzenden Kratzer. Kupfer oder Stahl lassen sich nicht so leicht ritzen.
  • Biegbarkeit: Bleirohre lassen sich mit der Hand leicht biegen. Kupfer- und Stahlrohre sind starr.
  • Durchmesser: Blei-Zuleitungsrohre sind oft dünn (10 bis 15 Millimeter Außendurchmesser) und verbinden den Wasserzähler mit der Hausinstallation.

Wo kommen Bleirohre vor?

In Leverkusen wie in anderen deutschen Städten wurden Bleirohre bis Ende der 1960er, Anfang der 1970er Jahre verbaut. Sie finden sich vor allem:

  • Als Hausanschlussleitung zwischen öffentlichem Netz und Wasserzähler
  • Als Steigleitungen in Mehrfamilienhäusern aus der Vorkriegszeit und den 1950er/60er Jahren
  • Als Verbindungsleitungen innerhalb alter Wohnungen

Wie hoch ist die Belastung in meiner Wohnung?

Der sicherste Weg ist eine Wasseranalyse. Lassen Sie das Trinkwasser von einem akkreditierten Labor untersuchen. Nehmen Sie eine Probe nach mindestens vier Stunden Standzeit (Nacht), um den Worst Case zu erfassen. Das Gesundheitsamt Leverkusen kann Informationen zu lokalen Analyselabors geben.

Sofortmaßnahmen bis zur Sanierung

  • Morgens und nach längerer Abwesenheit das Wasser mindestens zwei bis drei Minuten ablaufen lassen, bevor Sie es trinken.
  • Für Säuglinge und Kleinkinder Mineralwasser oder gefiltertes Wasser verwenden.
  • Einen zertifizierten Bleifilter (Schwermetallfilter nach DIN) einsetzen.

Sanierungsoptionen

Rohraustausch

Der Austausch der Bleirohre gegen moderne Kunststoff- oder Kupferleitungen ist die dauerhafteste Lösung. Im Einfamilienhaus ist das oft innerhalb weniger Tage erledigt. In Mehrfamilienhäusern ist die Koordination aufwendiger, aber unumgänglich.

Schlauchlinierung

Bei schwer zugänglichen Leitungen ist auch eine grabenlose Innensanierung möglich. Ein zertifizierter Trinkwasser-Liner dichtet das Rohr ab und verhindert weiteren Bleikontakt. Diese Methode ist günstiger als der Austausch, aber nicht für alle Leitungsquerschnitte geeignet.

Wer trägt die Kosten?

Für Leitungen innerhalb des Grundstücks ist der Eigentümer verantwortlich. Liegen Bleirohre im öffentlichen Straßenbereich, ist die Stadt zuständig. Kosten für Innenleitungen trägt ausschließlich der Hauseigentümer, nicht der Mieter.

Fazit

Wer in Leverkusen in einem Altbau wohnt, sollte die Zuleitungsrohre prüfen. Ein einfacher Kratzertest klärt den ersten Verdacht. Bei Bleifund: Wasser testen, Sofortmaßnahmen ergreifen und baldmöglichst austauschen lassen.

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